Hamburg/Stuttgart, 08. September 2017/VS: Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) reagiert auf die bundesweite Debatte über die Frage, ob Privatschulen elitär und nur für besserverdienende Elternhäuser seien. Auslöser der Diskussion war die Tatsache, dass Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ihr Kind an einer Schule in freier Trägerschaft angemeldet hat. Die Freien Waldorfschulen stehen als lebendiger Teil der Zivilgesellschaft allen Kindern offen.

Waldorfschulen werden immer von Elterninitiativen aus der Mitte der Gesellschaft gegründet und werden von gemeinnützigen Vereinen, gGmbHs oder gemeinnützigen Genossenschaften getragen. Dabei ist es Grundsatz der Waldorfschulen, allen Kindern offen zu stehen, unabhängig der Elterneinkommen. Die unzureichenden staatlichen Finanzhilfen für Schulen in freier Trägerschaft zwingen die freien Träger allerdings, Schulgelder zu erheben, um einen geordneten Schulbetrieb sicherstellen zu können. Im Bundesdurchschnitt werden nur 70 Prozent des Schulhaushaltes durch öffentliche Zuschüsse getragen.

„Freie Schulen werden durch die zu niedrigen Finanzhilfen überhaupt erst in eben jene private Nische gedrängt, die man ihnen anschließend zum Vorwurf macht“, betont Henning Kullak-Ublick, Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen. „Wir haben es, jedenfalls bei den gemeinnützigen Schulträgern, mit einer gesetzlich erzeugten Sonderung zu tun.“ Seit Jahren kämpften die Waldorfschulen dafür, dass das Elternrecht auf freie Schulwahl unabhängig von den Einkommensverhältnissen der Eltern verwirklicht werde. „Wir können die fehlenden staatlichen Finanzhilfen nicht beliebig durch schulinterne Solidargemeinschaften kompensieren. Deshalb ist es höchste Zeit, dass die Obergrenze verfassungskonformer Schulgeldzahlungen definiert wird und sich die Zuschüsse auf dieser Grundlage an den tatsächlichen Kosten orientieren“, so Kullak-Ublick weiter.

Im Bundesdurchschnitt bekommen die Freien Waldorfschulen 71,97 Prozent ihrer Betriebskosten aus öffentlichen Mitteln erstattet. Der Rest wird durch Schulgelder und Spenden finanziert. Ein Schüler einer allgemeinbildenden Schule kostete nach aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2013 im Bundesdurchschnitt rund 7.100 Euro. Die Zuschüsse für Freie Waldorfschulen liegen hingegen im Durchschnitt bei 4.820 Euro. „Waldorfpädagogik ist für alle Kinder da. Der Staat hat die Pflicht, allen Familien die Möglichkeit zu geben, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Freie Schulen sind kein Sparmodell für den Fiskus, sondern Teil einer lebendigen Zivilgesellschaft“, argumentiert Kullak-Ublick. „Sie zu benachteiligen ist ein Überbleibsel aus dem Obrigkeitsstaat.“

9568 Unterstützer haben bisher die Online-Petition zur Finanzhilfe-Kampagne unterschrieben. Falls Sie das noch nicht getan haben, können Sie uns hier durch Ihre Unterschrift unterstützen.

Ein Silberstreif am Horizont gibt es im Wahlprogramm Die GRÜNEN Niedersachsen. Obwohl wir bei der Partei bislang wenig politische Resonanz erreichen konnten, steht nun ein Passus im aktuellen Programm, der ganz in unserem Sinne ist: „Wir begrüßen die Diskussion über die Berechnungsgrundlagen der Finanzierung, (...) Dies werden wir weiter positiv begleiten.“ Ein Anfang!

Und hier können Sie den ganzen Zwischenbericht lesen.

Brauchen Sie neue Eurythmieschuhe, Stifte oder möchten Sie sich mit einem Riegel Fair Trade Schokolade verwöhnen. Alles das können Sie oder Ihre Kinder im Schülerladen unserer Schule finden und kaufen. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!
Die neuen Öffnungszeiten für dieses Schuljahr sind:

Schülerladen "GANZ REAL"

Montag, 10.05 - 11.50 Uhr
Dienstag, 11.35 - 11.50 Uhr
Mittwoch, 11.35 - 11.50 Uhr
Donnerstag, 10.50 - 11.50 Uhr
Freitag, geschlossen

Der Realladen befindet sich neben dem Gartensaal.

Mehr zum Schülerladen "GANZ REAL"

 

Auch im neuen Schuljahr gibt es wieder viele Angebote für den Nachmittag. Ob Klettern, Volleyball, Wandergruppe, Malkurs oder in der Schulbücherei Hausaufgaben machen - auch nachmittags bietet unsere Schule eine Reihe von Angeboten und AGs ab der ersten Klasse. 

In diesem Schuljahr wird eine Ruder-AG neu gegründet. Ergänzt wird in den nächsten Tagen noch Leichtathletik ebenso wie ein Ballgewöhnungs/koordinationstraining und Volleyball als Angebot des Fachbereichs Sport für die 3. bis 5./6. Klasse.

Hier finden Sie alle NACHMITTAGSANGEBOTE im Überblick. Gerade zu Beginn des Schuljahres werden sie laufend aktualisiert, da einige Zeiten abhängig vom Stundenplan sind.

Die Kooperation mit Hannover 96 wird zu diesem Schuljahr wieder aufgegeben.

Wir begrüßen die ganze Schulgemeinschaft im neuen Schuljahr. Den neuen Schülerinnen und Schülern, Eltern und den neuen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir, dass sie sich recht schnell bei uns heimisch und wohl fühlen. Herzlich willkommen!

Der Übersichtsplan für das neue Schuljahr ist fertig gedruckt, er wird in den ersten Tagen über die Ranzenpost verteilt. Gerne können Sie sich auch einen Plan aus dem Büro, der Schulbücherei oder der Buchhandlung Morgenstern abholen. Die Pläne liegen dort für Sie bereit.

Hier können Sie schon einen Blick auf die Termine des neuen Schuljahres werfen. Wir starten wie immer mit den Schulanfangsfeiern, I-Punkttag und dem Tag der offenen Tür.

Eine Kundgebung vor dem Opernhaus soll auf die aktuelle Finanzhilfe-Kampagne aufmerksam machen. Vertreter aus allen niedersächsischen Waldorfschulen werden zu diesem Termin mit Bussen und der Bahn angereist kommen. Diese Kundgebung wird auf Grund der aktuellen politischen Situation verschoben.

Am 2. September startet wieder ein neuer Kurs des berufsbegleitenden Lehrerseminars. Anmeldungen sind noch möglich.

... und bis zum 23.11. sollten wir die restlichen Unterschriften für die Petition einer fairen Finanzierung der niedersächsischen Waldorfschulen gesammelt haben. Sollten Sie noch nicht unterschrieben haben, hier können Sie es tun.

 

Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann! Der Schulanfang ist für einen Erstklässler ein großer Einschnitt im Leben. Wie gut, wenn man da einen erfahrenen Schüler an seiner Seite hat, der weiß, wie alles geht. Es ist eine bereits Jahrzehnte alte Tradition an der Freien Waldorfschule Hannover-Maschsee: Ältere Schüler aus den siebten Klassen übernehmen die Mentorenrolle für die Kinder der ersten Klassen und unterstützen sie beim Eintritt in das Schulleben mit ihren eigenen Erfahrungen.

Zusätzliche Informationen