Es gibt viele Gründe sich in diesen Tagen zu freuen. Allen voran natürlich die nahenden Ferien und das Weihnachtsfest. Es gibt aber noch einen Grund zu feiern: Die 100. Ausgabe der SchulZeit steckt jetzt in den Ranzen und Rücksäcken der Schüler – druckfrisch, lebendig, bunt und informativ. Seit nunmehr 100 Ausgaben berichten Eltern, Schüler und Lehrer über vieles von dem, was unsere Schulgemeinschaft ausmacht, was wir zusammen erleben und was uns in unserem Schulalltag trägt.

Über nunmehr 100 Ausgaben gab es immer engagierte Eltern, die dafür gesorgt haben, dass die SchulZeit regelmäßig erscheint, eine bunte Sammlung von Informationen und persönlichen Eindrücken bleibt und sich immer selbst finanziert. Wir gratulieren herzlich zu diesem beeindruckenden runden Geburtstag und fragen das Geburtstagskind, heute vertreten durch Redaktionsmitglied Nikola Meyerhoff, nach seinen Wünschen.

Frau Meyerhoff, Sie engagieren sich seit fünf Jahren in der SchulZeit-Redaktion. Sicher gibt es da Wünsche, Ideen, Träume. Welche sind das?
Oh, das Schönste wäre noch mehr textliche Unterstützung. Die SchulZeit lebt von der Vielfalt der individuellen Eindrücke. Deshalb ist jeder Beitrag willkommen, der irgendwie mit der Schule zu tun hat. Am allerliebsten nehmen wir natürlich fertige Artikel per eMail, sind aber auch jederzeit offen für Ideen oder Rohtexte, an denen wir noch Hand anlegen sollen. Jeder, dem ein Thema unter den Nägeln brennt und der darüber schreiben möchte, egal ob alt oder jung, ist herzlich dazu eingeladen, sein Werk bei uns zu veröffentlichen!

Der Wunschzettel ist aber sicher noch länger...
Stimmt. Wenn ich noch einen Wunsch frei hätte, würde ich mir für jede Ausgabe fest vier Schülerseiten wünschen. Ich finde es nämlich sehr schade, dass wir an unserer Schule keine eigene Schülerzeitung haben. Warum nützen die Schüler dieses Medium nicht (auch), um Themen in die Eltern- und Lehrerschaft zu tragen, Diskussionen anzuzetteln oder um sich und ihr kreatives Talent zu üben und darzustellen? Das wäre ein Gewinn für die Schulgemeinschaft! Gut, eine ganze Zeitung auf die Beine zu stellen, ist viel Arbeit. Deshalb unser Angebot: Bei uns könnten die Schüler doch eigene Schülerseiten gestalten. Vielleicht findet sich ja mal eine kleine Schülerredaktion zusammen. Oder wollen die Schülersprecher das mal in die Hand nehmen und möglich machen...?

Das klingt nach einem verlockenden Angebot. Gibt es weitere Ideen?
Ja, eine andere Idee, die mir schon lange im Kopf herumgeistert, ist folgende: Wir würden gerne mal eine schöne Leserumfrage starten, um herauszufinden, ob, von wem und wie die SchulZeit gelesen wird. Vielleicht gibt es ja einen Schüler oder eine Schülerin aus der 12. Klasse, der/die seine/ihre Projektarbeit als Marktforschungsarbeit machen möchte? Dann biete ich mich gerne an, beim Entwickeln, der Durchführung und Auswertung der Befragung zu unterstützen. Das ist bestimmt ein in jeder Hinsicht spannendes Projekt. Und es würde beide Seiten bereichern.

Was wir außerdem gut gebrauchen könnten, wäre ein Redaktionsmitglied aus dem Lehrerkollegium. Derzeit sind unsere Kontakte ins Kollegium nur so gut wie die einzelnen Redaktionsmitglieder mit einzelnen Lehrerpersönlichkeiten im Gespräch sind. Wir haben leider keine systematische Schnittstelle ins Kollegium. Das ist schade. Es würde unsere Arbeit und auch die Zeitschrift inhaltlich sicher sehr bereichern, wenn wir näher am Lehrerkollegium dran wären und in engerem Austausch stehen würden.

Wie sieht es mit Feedback seitens der Schulgemeinschaft aus? Was kommt bei der Redaktion an?
Atmosphärisch kommt bei uns ein diffuses Gefühl von „schöne Zeitschrift“ an. Drei bis sieben treue Seelen werden nicht müde, fast jede neue Ausgabe zu kommentieren. Das ist toll. Aber wir wüssten natürlich auch zu gerne, was die schweigende Mehrheit der Leser über die SchulZeit denkt? Rückmeldungen dazu sehr, sehr gerne an unsere eMail-Adresse.

In all den Jahren gab es doch sicher besondere Momente oder lustige Anekdoten. Was ist Ihnen in Erinnerung geblieben?
Meine Lieblingsgeschichte stammt aus alten, längst vergangenen Tagen. Damals, als noch acht Redaktionsmitglieder abends um einen Tisch zusammensaßen, um als letzten Schritt vor Druckfreigabe gemeinsam (!) die SchulZeit korrekturzulesen. Herrlich, wie man sich Zeile für Zeile vorkämpfte, leidenschaftlich um Formulierungen und Wortstellungen rang und Groß- und Kleinschreibung sowie Zeichensetzung diskutierte. Immer wieder lächeln lässt mich aber der eine Moment, in dem alle Argumente diskutiert, der Duden befragt und die Regeln klar waren, aber die immer noch unzufriedene Lehrerin (!) die Diskussion beendete mit der Entscheidung: "Wir schreiben es jetzt aber so. Das sieht einfach besser aus!"

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