Für eine faire Schulfinanzierung: Waldorfschulen müssen auch in Zukunft unabhängig vom Einkommen der Eltern allen Kindern offen stehen und angemessene Lehrergehälter zahlen können. Die Kampagne „Beweg Dich, Niedersachsen“ erinnert die Landesregierung an ihre Koalitionsaussage, die Finanzierung Freier Schulen auf eine neue, gerechte Grundlage zu stellen. 

Kollegium der FWS Hannover-Maschsee

Die finanzielle Situation vieler Waldorfschulen ist prekär. In ihrem Koalitionsvertrag hatte die niedersächsische Landesregierung bereits im Jahr 2013 versprochen, Freie Schulen künftig gerechter zu finanzieren. Doch nichts ist seither passiert. Waldorfschulen erhalten nur rund 60 Prozent ihrer Mittel aus der finanziellen Unterstützung durch die Landesregierung. Gleichzeitig verbietet das Grundgesetz die Sonderung von Kindern nach den Einkommensverhältnissen ihrer Eltern bei der Schulwahl. Die Schulgelder sind damit gedeckelt und können nicht allein die Finanzierung der Waldorfschulen sicherstellen. Waldorfschulen sind deshalb auf zusätzliche Unterstützung der Eltern und Zuschüsse der Kommunen angewiesen. Sowohl Kommunen als auch Eltern sind jedoch nicht in jedem Landkreis in der Lage, die Finanzlücke der Waldorfschule vor Ort zu schließen.

Von uns als Elternschaft ist deshalb Bewegung gefordert - unter dem Motto „Beweg Dich! Für eine faire Schulfinanzierung“!

Um für eine künftig faire Schulfinanzierung zu werben, hat die Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen/Bremen im Bund der Freien Waldorfschulen e. V. die Aktion „Beweg Dich Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Fakt ist, dass die niedersächsischen Schulen pro Jahr und Schüler über 500 Euro weniger als im Bundesdurchschnitt vom Staat erhalten. Mehr noch - die im Grundgesetz verankerte Privatschulfreiheit droht unterlaufen zu werden. Ab Februar werden deshalb Landtagsabgeordnete in unsere Schulen eingeladen, um auf die Vielfalt und Innovationskraft der Waldorfpädagogik aufmerksam zu machen. Diese Schulbesuche sollen den Landespolitikern einen unmittelbaren Einblick in den Alltag einer Waldorfschule und den direkten Austausch mit den Schülerinnen und Schülern ermöglichen.

Doch was können wir als Eltern jetzt konkret unternehmen? Wo müssen wir uns bewegen? 
1. Auf www.beweg-dich-niedersachsen.de informieren
2. Die Online-Petition unterzeichnen und damit der Landesregierung zeigen, dass wir als Elternschaft für die Zukunft unserer Kinder eintreten und faire Bedingungen für die freien Schulen einfordern. Bewegen wir uns - und sichern die Finanzierung unserer Waldorfschule!

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