"Christmas Carol"

Ein fächerübergreifendes Weihnachtsprojekt

Englisch lernen, dabei Musik machen, tanzen, Bühnenbilder entwerfen und Kostüme schneidern oder Spenden sammeln. Jeder kann bei „Christmas Carol“ seinen Teil zum gesellschaftlichen Ganzen beitragen. Sieben Fachrichtungen arbeiten an ein und demselben Stück. Und das auch noch für einen guten Zweck. So macht Schule Sinn und Spaß. Am 16. und 17. Dezember 2011 um 16 Uhr wird das sozialkritische Bühnenstück nach einer Erzählung von Charles Dickens von der siebten Klasse aufgeführt. Die Aufführung ist im Gartensaal der Schule.

Die Geschichte passt in die Jahreszeit. Dem herzlosen und menschenverachtenden Geizhals Scrooge erscheinen am Heiligen Abend drei Geister im Traum. Sie spiegeln ihm seinen schlechten Charakter und verheißen ihm ein düsteres Ende. Entsetzt über den Anblick seiner Lebensweise wird er geläutert und lebt fortan als guter und mildtätiger Mensch. Das ist soweit schnell erzählt.

Doch um die Geschichte dieser inneren Wandlung in Originalsprache auf die Bühne zubringen, haben die Gewerke an der Schule einige Herausforderungen zu bestehen. Die Realschüler werkeln am Bühnenbild, die Englischlehrer proben intensiv mit der Klasse 7b den Text, die Musiklehrer üben weihnachtliche Lieder, die zum Stück und gleichzeitig zum Unterricht der Jahrgangsstufe passen. Klassenlehrerin Susanne Franzius schlüpft in die Rolle der Regisseurin. Immer wieder werden beim Proben ethische und sozialkritische Themen bewegt. Auch n den Fächern Religion und Eurythmie wird begleitend auf die Inszenierung hingearbeitet. Die Kostüme werden von den Handarbeitslehrern aus dem schuleigenen Fundus ausgesucht, und am Ende kommen sogar die Eltern ins Spiel. Sie kürzen, nähen ein, um oder passen Stoffe an.

In dieser fächerübergreifenden Gemeinschaftsleistung liegt der besondere Lerneffekt. Englische Sprache und Literatur werden auf künstlerische und spielerische Weise eingeübt. Äußerste Disziplin und Konzentration sind erforderlich in den Tagen vor der großen Premiere. Wie gut Schüler, Lehrer und Eltern zusammenwirken, zeigt sich dann, wenn der erste Vorhang aufgeht. Beide Aufführungen sind öffentlich.

Die Spendeneinnahmen vom 16.12. 2011 gehen an das soziale Projekt „Elagu Elu“ für Straßenkinder in Estland, die vom 17.12. 2011 an das Straßenmagazin "Asphalt".