Erste gemeinsame Konferenz der Waldorfschulen in der Region Hannover

Zum ersten Mal treffen sich am 21.01.2010 die vier Waldorfschulen Hannovers zu einer gemeinsamen Lehrerkonferenz. Es ist ein neues und spannendes Unterfangen, bei dem vor allem Erfahrungen ausgetauscht und offen über die pädagogische Arbeit gesprochen werden soll. Es geht nicht darum am Ende der Konferenz ein konkretes Ziel oder ein einheitliches Konzept zu verabschieden. „Wir wollen erst einmal den Reichtum, den wir an unseren Schulen haben, in die Mitte legen und mehr voneinander erfahren“, sagt Ingeborg Petersen. Sie organisiert das Treffen, bei dem 150 Lehrer aus der Freien Waldorfschule Bothfeld, der Freien Waldorfschule Hannover-Maschsee, der Freien Martinsschule Hannover und der Freien Waldorfschule Sorsum zusammenkommen. Sie bilden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Es geht um Integration, den Lehrerpool, die Abschlüsse, die Vorbereitung auf das Abitur, den Realunterricht, die Früheinschulung, das bewegte Klassenzimmer und die kommenden geburtenschwachen Jahrgänge. Jede Schule hat einen anderen Schwerpunkt und besondere Stärken. Durch den Erfahrungsaustausch versprechen sich die Pädagogen eine Bereicherung. Bislang, so Petersen, habe jede für sich und eher im Stillen gewirkt. Jetzt wollen wir uns öfter austauschen und auch als Waldorfschulen besser wahrgenommen werden. Die öffentliche Darstellung der pädagogischen Arbeit sei für viele Kollegen ungewohnt und durchaus eine neue Herausforderung. Angesichts der zunehmenden Debatten über Schule, müssten auch die Waldorfschulen künftig ihre Position in der Öffentlichkeit finden und selbstbewusst vertreten, so Petersen.