Die Schülervertretung
Die Schülervertretung (SV) ist als feste Institution in unserer Schule vorhanden.
Aus der 9. bis 12. Klasse sind jeweils zwei Klassensprecher in der SV und jedes Jahr werden insgesamt drei Schulsprecher gewählt. Die Treffen finden wöchentlich statt, es werden Neuerungen der Schule besprochen, Aktionen geplant und Wünsche der Schüler umgesetzt.
Damit die SV weiter existieren kann, ist das Interesse der Schüler nötig! Und Ihr könnt nicht nur mitmachen, wenn ihr Klassensprecher seid. Z. B. könnt Ihr Anregungen, Kritiken und Ideen an den Klassensprecher geben und diese geben sie in den SV-Stunden weiter, so dass Beisteuerungen dort dann bearbeitet werden können.
Aus dem Alltag der aktuellen SV
Die Notizen und Tabellen an der großen Pinnwand im SV-Raum zeigen, welche Ideen und Anliegen es gibt, welche Probleme gelöst werden müssen, welche Projekte bereits in Angriff genommen, erfolgreich abgeschlossen wurden oder sich noch in der Entwicklung befinden. Da wären die Schulpullis mit Waldorflogo, deren Produktion die SV angeschoben hat, und die reißenden Absatz fanden, das schulinterne Fußballturnier Mitte Dezember vergangenen Jahres, die Nachhilfekartei und die Yoga AG sowie die Diskussion um eine Tartanbahn und einen Trinkautomaten im Sportbereich inklusive der Meinungsverschiedenheiten, ob er auch mit Cola befüllt werden sollte.
Das Thema Schulküche hat die SV beschäftigt. Es musste eine Lösung gefunden werden, weil die Mensa in der zweiten großen Pause ab halb zwölf oft überfüllt war. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern erarbeiteten die Schülerssprecher eine Alternative.„Nur wer an einem Tag keine Freistunde hatte, durfte zur großen Pause essen gehen. Wir haben extra Schülerküchenausweise dafür entworfen“, erzählt Clara Muriel Strempler.
Die Oberstufenschüler verfügen dank der Hartnäckigkeit der SV inzwischen über einen eigenen Oberstufenraum, in den sich die Schüler zurückziehen können. Mit ihrem Wunsch, in den Pausen auch mal drinnen bleiben zu dürfen, haben sie sich dagegen noch nicht durchsetzen können.
Schwierig zu lösen war auch das immer mal wieder angespannte Verhältnis zwischen Oberstufenschülern und jüngeren Kindern. Gerade den Kleinen fehle es zunehmend an Respekt, findet Clara Muriel Strempler. „Man weiß gar nicht wie man damit umgehen soll.“ Sie versucht nun ebenso wie ihre Altersgenossen mehr auf die Jüngeren zuzugehen, ihnen aber auch klare Grenzen zu setzen. „Das klappt ganz gut.“
Dauerthema ist die Toilettenhygiene. Das Papier zum Händetrocknen sei häufig alle oder werde von jüngeren Schülern zum Scherz herausgerissen und auf dem Boden verteilt. Julian Molitor hat sich deshalb erkundigt was Geräte kosten, die die Hände mittels Luftstrom trocknen. „Leider sind die teuer. Wir haben dazu noch nichts wieder von der Geschäftführung gehört“, sagt der Schülersprecher enttäuscht.
Am Ball bleiben, sich nicht unterkriegen lassen
Das haben die Schülervertreter gelernt. „Man braucht einen langen Atem und Durchsetzungskraft“, sagt Julian Molitor. Gekriselt habe es zwischen SV und Lehrerschaft beispielsweise bei der Frage, ob und wo Schüler, die 18 Jahre oder älter sind, vor der Schule rauchen dürfen. „Es sollte ganz verboten werden“, erinnern sich die Schülersprecher, „da waren die volljährigen Schüler natürlich empört.“ Inzwischen wurde auch das Problem gelöst. Wer über 18 Jahre alt ist und unbedingt außerhalb des Schulgeländes rauchen möchte, tut es an einer Stelle, wo keine oder nur wenige kleine Schüler vorbeikommen.
Clara Muriel Strempler, Julian Molitor und Arus Direkoglu ist es wichtig, dass sie an ihrer Schule wahrgenommen werden und das nicht nur in der monatlichen Schulgemeinschaftskonferenz, an denen sie regelmäßig teilnehmen.
Das Schülertrio ist stolz, dass sich das mit ihrer Amtszeit geändert hat. Auch wenn es Lehrer gäbe, die sich nicht ganz leicht mit dem neuen, ungewohnten Engagement täten, „viele finden das gut und unterstützen uns“, sagt Julian Molitor. Ihm ist es wie seinen Mitstreitern wichtig, dass die SV für alle Anliegen ein offenes Ohr hat. „Wir sind auch für die Mittelstufenschüler da und freuen uns über Resonanz“, betonen die drei.
Julia Pennigsdorf
