Die Idee einer Fahrradwerkstatt

Das von der UNESCO ausgezeichnete Schülerprojekt GANZ REAL will eine Fahrradwerkstatt gründen. Die Werkstatt soll im Metallwerkstattraum im Untergeschoss des Reindlbaus entstehen. Der erste Schritt dazu ist jetzt getan. 

Um Platz zu schaffen, sollte die alte, rund zwei Tonnen schwere Industriedrehbank abgebaut werden.  „Richtig funktioniert hat die Drehbank ja nie“, berichtet Ingeborg Petersen, die das Schülerprojekt betreut. „Trotzdem haben wir uns erstmal fachlichen Rat geholt, ob die alte Drehbank noch nutzbar ist.“ Schließlich legte Hausmeister Tobias Heidrich im November los. Mit tatkräftiger Schüler-Unterstützung hat er in mühevoller Kleinarbeit zunächst alles, was nur abzuschrauben war, abgeschraubt – nicht ohne sich vorher mit den Schülern genau die Funktion des Spindelstocks, des Getriebes und der einzelnen Hebel anzuschauen. In einem letzten Kraftakt wurde dann Ende März das gusseiserne Gestell weggeschafft.

 „Derzeit planen wir noch die Einzelheiten des Projekts und schauen, wie es in den Stundenplan passt und welche Klassenstufe wir damit ansprechen wollen“, berichtet Petersen. „Erst wenn das feststeht, können wir die Werkzeuge beschaffen und die Fahrradwerkstatt einrichten.“

Nachhaltiges Wirtschaften steht im Vordergrund der Arbeit von GANZ REAL. Dass die Schüler dies mit ihrem Schulladen bereits vorbildlich umgesetzt haben, bescheinigte ihnen 2009 die UNESCO, die die Schülergenossenschaft als offizielles Dekade-Projekt auszeichnete. Bis Ende 2011 darf die Schule diesen Titel noch für sich nutzen – und zum Beispiel die offizielle Schulpost mit dem UNESCO-Stempel versehen. (hk)