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Landwirtschaftspraktikum 2019

Die 9b beim Landwirtschaftspraktikum auf dem Demeter-Hof Sophienlust

Im September fuhren wir, die Klasse 9b, in den Ort Schierensee bei Kiel, auf den Demeter-Hof „Sophienlust“ zum Landwirtschaftspraktikum. Dort wartete harte Arbeit auf uns. Nach der Zugfahrt gingen wir ca. sechs Kilometer, um am Hof anzukommen. Da unser Gepäck aber transportiert wurde, war dieser Weg gut machbar.

Dort angekommen wartete Bauer Lars an unserer Herberge auf uns und weihte uns kurz in das Hofgeschehen ein, und als er fertig war gab es kein Halten mehr. Wir alle stürmten in unsere jeweiligen Schlafräume, und es stellte sich sofort die Frage: Wer schläft wo?
Auch die sich dort bietenden Aktivitätsmöglichkeiten wurden sofort ausprobiert. Es gab zwar nur eine Tischtennisplatte, einen Krökler und einen Basketballkorb. Doch die wurden in den täglichen Freizeitzeiten ordentlich genutzt.

Die Hauptbeschäftigung aber bestand darin zu arbeiten, und diese Arbeit war zwischenzeitlich ziemlich anstrengend. Jeden Morgen und Nachmittag gingen wir vorne zum Hauptplatzt und wurden den Betreuten oder den Betreuern zugeteilt. Das Besondere am Hof Sophienlust ist, dass Menschen mit Behinderungen sowie geistigen und körperlichen Einschränkungen die Chance haben, ein ganz normales Leben zu führen und zu arbeiten.

Also wurde unsere Klasse am Ankunftstag in fünf Gruppen eingeteilt und jede Gruppe ging mit den Betreuern arbeiten. Die Arbeit war sehr vielfältig und bestand unter anderem darin, Gemüse zu waschen, Zwiebeln und Kartoffeln zu sortieren, Kühe zu treiben oder einfach nur Kohl oder Möhren zu ernten. Da das Wetter nicht unbedingt mitspielte, war die Arbeit oft nervig, hat aber auch genauso oft Spaß gemacht.

Jede Gruppe hatte außerdem zweimal in zwei Wochen Stall-und Küchendienst. Der Küchendienst war dafür verantwortlich, die Klasse mit drei Mahlzeiten am Tag zu versorgen. Außerdem war es die Aufgabe des Küchendienstes, alles sauber zu machen und natürlich auch alles abzuwaschen. Der Stalldienst war wohl der unbeliebteste Dienst, unteranderem auch deswegen, weil man schon um 5:30 Uhr aufstehen musste, dann wurden die Schweine gefüttert und vor dem Frühstück noch die Kühe gemolken und die Kuhscheiße geschoben (weggemacht). Die Arbeit, die nach dem Frühstück dem Stalldienst zugeteilt wurde, war je nach Arbeitstag verschieden, doch Kühe morgens auf die Weide zu treiben und nachmittags wieder in den Stall zu treiben, gehörte immer zum alltäglichen Programm. Auch nachmittags musste Kuhscheiße geschoben werden, was keinem von uns richtig Spaß machte.

Aber nach jeder Arbeitsschicht gab es Freizeit, danach Mittagessen oder Abendessen. Nach dem Mittagessen gab uns Bauer Lars immer einen einstündigen Landwirtschaftsunterricht. Er erklärte uns unter anderem, dass der Hof 93,25 Ha. groß sei und dass es folgende Tiere gibt: 32 Milchkühe, 30 Jungrinder, 15 Mastbullen, 15 Kälber. Außerdem gibt es Schweine und 450 Legehennen. Auch wenn der eine oder andere diesen Unterricht bei Lars langweilig fand, waren es doch sehr interessante Informationen, die er uns da schilderte.

Und es gab noch viele weitere spannende Ereignisse: So gab es an einem Tag zwei Geburten. Zwei Kühe bekamen jeweils Zwillinge. Das ist etwas ganz Besonderes – und wir waren dabei. Ein Kälbchen starb leider. Ob es schon im Bauch der Kuh oder bei der Geburt gestorben war, war nicht klar.

Zwei Wochen arbeiten – das war anstrengend, doch was uns mehr zu schaffen machte, waren die wenige Abwechslungen und die nicht vorhandene Zivilisation. Doch an einem Sonntag gingen wir sechs Kilometer zum Bahnhof Flintbek und fuhren in die Stadt Kiel. Diese war gerade an einem Sonntag zwar alles andere als spannend, aber es war einfach mal schön nicht auf dem Hof zu sein.

Und dann begann die zweite Arbeitswoche. Die Arbeit blieb gleich. Sie war oft lustig, aber manchmal auch nervig und anstrengend. Doch an unserem letzten richtigen Arbeitstag kam die gesamte Hofgemeinschaft zum Mittagessen, wir spielten zusammen Fußball, krökelten oder plauderten einfach mit den Betreuten und den Betreuern. Das hat Spaß gemacht, und vor allem die Gespräche mit den Betreuten waren teilweise sehr lustig. Das Ganze war sozusagen ein Abschiedsgeschenk, denn am nächsten Tag mussten wir nur noch vormittags arbeiten, und am Tag danach war Koffer packen angesagt. Die Arbeit war dennoch noch nicht vorbei, denn jetzt mussten wir alles PERFEKT sauber machen und alles so hinterlassen, wie es vor unserer Ankunft war. Dann steigen wir in den Bus, der uns zum Kieler Hauptbahnhof fuhr. Von Kiel sind wir dann per Zug nach Hamburg gefahren und von da aus ging es weiter nach Hannover, wo unsere Eltern schon sehnsüchtig auf uns warteten.

Text: Tim Pennigsdorf (S)
Fotos: Amaya Huerta Delacor, Eva Kerck, Malte Schwartz, Nita-Sophie Weitz (S)

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