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Wandergruppe Artaban

Für Kinder ab der sechsten Klasse. Freitags ab 13:30 Uhr. Kosten: 50 € pro Jahr.
Kontakt: Wolfgang Kelwing (L)
Weitere Informationen auf der Website von Artaban

Jede*r kennt die kegelförmige Wanderhütte, die zwischen Café Mammut, Backhaus und Schwimmbad steht. Dass hier über die Jahre hinweg eine eigene kleine Welt entstanden ist, geprägt aus tiefen Freundschaften, Gemeinschaftssinn und unvergesslichen Naturerlebnissen, erfahren nur jene, die sich der Wandergruppe anschließen. Ein Bericht über das Tanzlager zum Jahreswechsel und anderen Abenteuerreisen.

Ein Chor von 150 Stimmen erfüllt die große Turnhalle, kraftvoll und lebendig. „Tritt doch näher, mein Freund, und reich mir deine Hand, komm herein in den fröhlichen Birkenring!“ Birkenring heißt das bekannte Pfadfinderlied. Stig begleitet es auf seiner Gitarre. Im Kerzenlicht lächelt er zufrieden in die Runde, denn die Stimmung ist auch an diesem Abend großartig. Der Zehntklässler hat das Tanzlager zusammen mit einer Handvoll anderer Schüler*innen der Waldorfschule am Maschsee und Bothfeld organisiert.

Vom 28. Dezember bis zum 4. Januar 2019/20 war das Schulgelände der Wirkungsort von rund 120 Kindern und Jugendlichen der Wandergruppen deutscher und einer österreichischen Waldorfschulen. Sie haben sich Mitte 1980er Jahren zur der Freien Fahrtengemeinschaft Artaban zusammengeschlossen. Zweimal im Jahr treffen sie alle zusammen. Das Tanzlager ist ihr Wintertreffen. Nach 15 Jahren findet es endlich einmal wieder am Maschsee statt.

Bewegt und frei

Das Lagerliedersingen bildet jeden Abend den Tagesabschluss im Tanzlager. Zuvor haben die jungen Menschen gemeinsam gekocht, gegessen, gestaltet und – natürlich – getanzt. Die Jugendlichen tanzen Volkstänze aus der ganzen Welt: im großen Kreis, mit wechselnden Paaren und roten Wangen. Daher der Name: Tanzlager. Liedgut und Tanz haben bei Artaban eine lange Tradition, denn sie bereichern die Sinne. Wer mag, musiziert mit Geige, Cello, Gitarre, Querflöte und Mundorgel mit. Ehemalige unterstützen beim Musizieren oder leiten die Tänze ein. Für den Rest des Tages heißt es aber: Erwachsene sind unerwünscht. Die Jugendlichen organisieren sich komplett selbstständig. Und leisten dabei Erstaunliches. „Wir haben 60 regionale Biofirmen angeschrieben – handschriftlich – und um Essenspenden für unser Tanzlager gebeten“, erzählt Berit, derzeit die älteste Schülerin der Wandergruppe. Mit Erfolg. Berge von Broten, Aufstrichen und anderen Lebensmitteln sind rechtzeitig eingetroffen.

Übernachtet wird in den Klassenräumen. In der Eingangshalle steht eine große Tafel, auf dem die heutigen Dienste abzulesen sind. Die Freudis haben Weck-Dienst, die Nürtis Essensausgabe, die Salzis waschen ab. Zahlreiche AGs wie Klettern, Rollenspiel, Basketball, Backen, Tanzen oder Geländespiel sind im Angebot. Einige der Mädchen basteln bunte Ohrringe aus Draht und Perlen, andere backen eine Pfannkuchentorte zu Ingmars Geburtstag. Vieles machen sie jedoch alle gemeinsam: Zu Silvester wandern die Jugendlichen um den Maschsee, an Neujahr wird Müll gesammelt, am 2. Januar in der Christengemeinde gesungen. Und am letzten Abend heißt es Bühne frei. Alle Gruppen führen dann den anderen etwas vor.

Im Augenblick leben

Artaban ist der Legende nach der vierte der Heiligen drei Könige. Er hatte auf dem Weg nach Betlehem notleidenden Menschen geholfen und dadurch die anderen drei verloren. Der Weg als Ziel war sein Motto. Unterwegs zu sein, auf der Suche, im Augenblick zu leben – das ist auch die Motivation der Artaban-Wandergruppen. 10 gibt es derzeit bundesweit, die meisten in Bayern und Baden-Württemberg.

Die Wandergruppe an unserer Schule gibt es bereits seit 60 Jahren. Gegründet wurde sie von Peter Lampasiak alias Lampi, einst Werk- und Kunstlehrer am Maschsee, später einer der Initiatoren der Bothfelder Waldorfschule. Jeden Freitag treffen sich Berit, Stig und weitere 15 Schüler*innen der Klassen 6-12 zu ihren Gruppenstunden in der Wanderhütte. Sie kochen gemeinsam über dem Feuer, singen, spielen und bereiten sich auf ihre Reisen vor. Denn unterwegs zu sein, das ist das Schönste überhaupt. „Nur das Nötigste dabei zu haben und dabei frei zu sein“, schwärmt Berit von den Fahrten, die die Wandergruppe das ganze Jahr über erlebt. Auf das Tanzlager folgen Osterlager, kürzere Fahrten über Himmelfahrt und Pfingsten ins Weserbergland, Wendland oder in den Harz, bevor es im Sommer für 2 Wochen in die Ferne geht – Schweden, Irland, Tschechien, Frankreich. Den Abschluss bildet die Herbstfahrt. Wandernd reisen und viel Zeit zu haben, um Gemeinschaft zu erleben, Natur zu entdecken und auch sich selbst.

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Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70
30173 Hannover

Tel. 0511 80709-0

Fax 0511 80709-50

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