Von Liebe und Lügen

8b begeistert mit der „Mitternachtsbraut“

Gemütlich sieht er aus – der Marktplatz vor dem Gasthof „Zur Linde“. Hier am Brunnen im Schatten der ockergelben Sandstein-Kirche mit Ihren rankenden Rosen, umringt von saftig grünen Wiesen und hohen Bäumen und der Fachwerkschmiede der Familie Knipperding lässt es sich leben. Hier wird getanzt, gelacht, geschäkert und wem nach einer Pause ist, der setzt sich vor das Gasthaus und lässt sich von dem herzlichen Wirt eine kühle Erfrischung bringen.

Die Aula-Bühne als Zuhause auf Zeit

Zwei Wochen war diese heimelige Kulisse auf der Aula-Bühne das Zuhause der Klasse 8b. Das Leben von Jean Knipperding, der (zumindest zeitweise schönen) Isabella, Cravelius Diabolos, Lockenfranz, Dudelfritz, Samuel Nickel, Rieke Lilienfee und all’ den anderen verschmolz mit dem Alltag der 13- bis 14-jährigen Schülern der 8b. Und so war die Melancholie groß, als die Mitternachtsbraut von Horst Helfrich (Umarbeitung: Jonas Zimmermann) im Februar zweimal unter Riesenapplaus aufgeführt – und das Bühnenbild am folgenden Tag abgebaut war. „Da wird die Kulisse einfach wieder weiß grundiert, für das nächste Stück, als ob es das alles nie gab“, sagten einige Achtklässler. Die gemischten Gefühle waren ihnen anzusehen.

Liebe, Lügen, Lebensweisheiten

Es war eine bereichernde Erfahrung für die Klasse, die da kurz vor Weihnachten ihren Anfang nahm und im Januar rasant an Fahrt gewann. Und es war faszinierend zu sehen, wie sich in nur wenigen Wochen ein auf den ersten Blick eher unscheinbares Theatermanuskript in eine Gefühlsachterbahn voller Liebe, Enttäuschungen, Lügen und Lebensweisheiten wandelte. „Die Mitternachtsbraut“ wurde zum Mittelpunkt im Leben der 8b. Wer bekommt welche Rolle? Wie fülle ich sie aus? Was mache ich, wenn ich auf der Bühne stehe und keine Sprechrolle habe? Wohin mit den Händen, mit den Augen, mit den Beinen? Wie tanze ich Walzer? Und wie gelingt es mit der eigenen Stimme die große Aula zu füllen. So klar, deutlich und stark, dass auch die letzte Reihe den trubeligen und heiteren Ereignisse auf der Bühne folgen kann?

Vom Tanz bis zum Kostüm: Es gab viel tatkräftige Unterstützung

Es gab etliche Herausforderungen. Sie zu meistern, gelang den Schülern hervorragend. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von ihrer Klassenlehrerin Frau Wiesen, von Herrn Apportin (Regie), von Frau Mangels und Frau von Carnap (Kulisse), Frau Michahelles und Frau Kleiner (Kostüme), Herrn Hamann (Musik), Frau Eisenberger und Herrn Kuntschke (Tanz), Frau Struck (Sprachgestaltung), Stieg und Fjonn (Beleuchtung), Herrn Requardt und einer engagierten Parallelklasse. Großen Dank an die 8a für das köstliche Pausen-Büffet.

Von Leichtigkeit und Humor getragen

Die Schüler erarbeitete sich ihre Rollen fleißig, engagiert und mit Humor – letzteres war ganz wesentlich für das Stück. Sie hatten viel Freiraum für eigene Ideen, flankiert von konkreten Tipps ihrer Lehrkräfte. Und so erlebten die Zuschauer zwei Aufführungen, die einerseits beeindruckend professionell waren, die aber auch der Individualität der jungen Darsteller Raum boten. Vor allem aber war es ein Stück, das trotz starker, in unsere Zeit passende Aussagen („Auf nichts wird so oft verzichtet wie die Wahrheit, obwohl sie überall zu haben ist.“) von Leichtigkeit und Humor getragen wurde. Die Zuschauer lachten häufig und herzlich – ein Umstand, der wiederrum die Achtklässler in ihrem Spiel beflügelte. Denn was könnte schwieriger sein, als auf der Bühne vor vollbesetzten Rängen zu stehen und die Menschen zum Lachen zu bringen? Gratulation an die 8b!

Julia Pennigsdorf (E)

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