Am 25. Juni 2025 hat der niedersächsische Landtag eine Änderung des Schulgesetzes beschlossen. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen haben damit eine Reform der Finanzhilfe für freie Schulen verabschiedet. Laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 26. Juni 2025 erhalten freie Schulträger künftig insgesamt 31 Millionen Euro zusätzlich aus dem Landeshaushalt.
Die ursprünglich geplante Steigerung um 20 Millionen Euro wurde um 11 Millionen Euro ergänzt. Damit sollen insbesondere Tarifsteigerungen bei den Gehältern der Lehrkräfte freier Schulen aufgefangen werden. Künftig sollen freie Schulen auch Sonderzahlungen erhalten können, etwa analog zum Corona-Bonus.
Das neue Gesetz tritt zum 1. August 2025 in Kraft. Es führt unter anderem die Genehmigungspflicht für Lehrkräfte an freien Schulen wieder ein. Diese war vor rund 20 Jahren abgeschafft worden. Das Land begründet diesen Schritt mit dem Ziel einer verbesserten Vergleichbarkeit der Qualifikationen.
Vertreter*innen der CDU und der AfD äußerten deutliche Kritik. Sie bemängeln unter anderem, dass die Sachkostenpauschale weiterhin nicht dem Niveau öffentlicher Schulen entspricht und der Zuschuss des Landes zu gering sei. Zudem wurde kritisiert, dass freie Schulen bei der Personalauswahl zu stark eingeschränkt würden.
Auch das Bündnis Freie Schulen in Niedersachsen äußerte sich zurückhaltend. Zwar erkenne man erste Reformschritte an, es gebe jedoch weiterhin Schwächen in der Umsetzung. So werde die Vorgabe, 80 Prozent der Schüler*innenkosten öffentlicher Schulen abzudecken, als symbolisch bezeichnet. Kritik wurde auch an langen Bearbeitungszeiten für Ausstattungsanträge geäußert.
Rund sechs Prozent der Kinder in Niedersachsen besuchen eine Schule in freier Trägerschaft. Diese erhalten zur Finanzierung des Unterrichts eine staatliche Finanzhilfe. Die Freie Waldorfschule Hannover-Maschsee wird über diese Finanzhilfe mitfinanziert. Weitere zentrale Bereiche wie Gebäudeunterhalt und Verwaltung werden durch Elternbeiträge getragen.
Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 26.06.2025
Freie Schulen erhalten mehr Geld aber Streit bleibt
In einem Beitrag des NDR sowie im Video der ARD Mediathek wird auch unsere Schule am Maschsee vorgestellt: Unter dem Handybaum dürfen Schülerinnen und Schüler ihre Smartphones nur im Notfall nutzen. Ansonsten gilt: Handyfreie Schule – mit Ausnahmen für den Unterricht.
Unser Konzept entstand gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und der Schülerschaft. Statt auf Strafen setzen wir auf Vertrauen und klare Absprachen. Wir freuen uns, dass unser Ansatz in der aktuellen Bildungsdebatte Aufmerksamkeit erhält.
Autor des NDR-Artikels: Oliver Jürgens, NDR
Quellen: ndr.de & ARD Mediathek
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